news Thür.Qualität Logo

 

lo

Regionale Qualität als große Chance

ro

Thüringer Beteiligung bislang spärlich, daher sollen weitere Partner gewonnen werden

Als „Qualitätsregion“ will sich die Rhön profilieren. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Einführung der Dachmarke Rhön mit einheitlichem Erscheinungsbild. Rund 100 Unternehmen beteiligen sich bislang daran, doch nur sieben davon kommen aus Thüringen.
dachmarke

Stellten gestern das Qualitätssiegel und das Biosiegel der Rhön vor (v. l.): Edgar Gottbehüt (ÖLV Rhönhöfe), Landrat Ralf Luther, Christel Reukauf (Rhönbrauerei), Lutz und Gundi Heidinger (Landhotel „Zur Grünen Kutte“), Erhardt Möllerhenn (Landgasthof „Zur Guten Quelle“), Torsten Stütz (Keltenhotel) Regionalmanagerin Regina Filler und Dachmarken-Manager Timo Neumann.

KALTENNORDHEIM – Mehr Partner aus Thüringen für die Dachmarke zu gewinnen, setzten sich das Regionalforum Thüringer Rhön und das auf der Wasserkuppe ansässige Dachmarkenmanagement zum Ziel. Das verlautete gestern bei einem Pressegespräch in der Kaltennordheimer Rhönbrauerei. „Ich freue mich, dass sich ein paar ,Pioniere‘ aus Thüringen am Qualitätsmanagement beteiligen“, sagte Schmalkalden-Meiningens Landrat Ralf Luther (CDU). Es sei gelungen, das Logo „Die Rhön – einfach erhebend“ als allgemein bekanntes Markenzeichen zu etablieren. Rhöner Produkte sollen gleichermaßen einheitlich vermarktet werden. Viele Einheimische, insbesondere aber auch Urlauber seien bereit, für qualitativ hochwertige Produkte aus der Region ein wenig mehr zu bezahlen, betonte der Landrat.
Bessere Vermarktung
„In der Rhön gibt es viele Unternehmen, die qualitativ hochwertige Produkte herstellen – sowohl im konventionellen Bereich als auch auf dem Biosektor – sowie verschiedenste Aktivitäten, um die Chancen im Biosphärenreservat Rhön besser zu nutzen“, sagte Regionalmanagerin Regina Filler. Mit der Dachmarke Rhön würden sie die Möglichkeit erhalten, sich mit ihrer Region zu identifizieren und eine bessere Vermarktung zu erzielen. „Die Kennzeichnung der Produkte und Dienstleistungen mit dem Qualitätssiegel Rhön oder dem Biosiegel Rhön lassen den Verbraucher regionale Produkte mit hoher Qualität schnell erkennen“, so die Regionalmanagerin. Unternehmen, die im bayerischen, hessischen oder thüringischen Teil der Rhön angesiedelt sind und die jeweils branchenspezifisch vorgegebenen Qualitätskriterien erfüllen sowie Mitglied in einem der drei Biosphärenreservatsvereine sind, können das Qualitätssiegel oder das Biosiegel kostenlos beantragen. Das Regionalforum mit Sitz im TGF Dermbach und das Dachmarkenmanagement sind für thüringische Interessenten die Ansprechpartner. Mit dem Biosiegel können die Unternehmen bereits seit Februar 2005 werben, das Qualitätssiegel kam vor wenigen Wochen hinzu.
Landrat Luther ist den Thüringer Unternehmen dankbar, die sich der Prüfung für eines der beiden Siegel erfolgreich unterzogen. „Ich bitte die Bevölkerung, diese Betriebe, die also etwas für die Region tun, zu unterstützen. Stets wird gern geschimpft oder gejammert, doch hier kann man aktiv Kreisläufe in der eigenen Region zum Laufen bringen.“ Luther nannte Südtirol als Vorbild-Region, wo dies bereits funktioniere. Noch in den 1970er-Jahren sei dies ein sehr armes Gebiet gewesen, heute sei Südtirol eine führende Urlauberregion. Dachmarken-Manager Timo Neumann ergänzte, für die Rhön sei es eine riesige Chance, ebenfalls diesen Weg zu gehen.
Die Rhönbrauerei Kaltennordheim, das Hotel „Eisenacher Haus“ bei Erbenhausen, das „Keltenhotel“ Sünna, das Landhotel „Zur Grünen Kutte“ Bernshausen, der Kaltensundheimer Landgasthof „Zur Guten Quelle“ sowie das Jagdschloss Fasanerie Hermannsfeld sind die thüringischen Träger des Qualitätssiegels Rhön. Die Hofkäserei Belrieth bewarb sich erfolgreich um das Biosiegel Rhön. Die ÖLV (ökologische Lebensmittel-Vermarktung) Rhönhöfe mit Sitz in Kaltensundheim bekundeten ebenfalls Interesse. Torsten Stütz, Geschäftsführer des „Keltenhotels“, kann nicht verstehen, dass sich nicht mehr Gastronomen für die Dachmarke Rhön interessieren. „Das ist eine große Chance, neue Gästegruppen zu gewinnen“, erklärte er. Rhönbrauerei-Geschäftsführerin Christel Reukauf berichtete von gezielten Gesprächen mit Dachmarken-Unternehmen aus der hessischen und bayerischen Rhön über eine Zusammenarbeit. Es sei nicht immer leicht gewesen, eine Einigung zu erzielen. Gundi Heidinger vom Landhotel „Zur Grünen Kutte“ sagte, dass sie die Erfahrung machte, dass Gäste durchaus Interesse an Produkten aus der Region haben, wenn diese gezielt angeboten werden. Torsten Stütz gab zu bedenken, dass regionale Produkte nicht unbedingt teurer als überregionale seien.
Spezielle Richtlinien
Timo Neumann kennt einige Unternehmen, welche die Kriterien für eines der beiden Qualitätssiegel bereits erfüllen, jedoch die daraus resultierenden Vorteile noch nicht nutzen. Ein Beispiel seien die ÖLV Rhönhöfe, die nun das Biosiegel beantragen. Die verschiedensten Branchen sind bislang unter der Dachmarke vereinigt, zum Beispiel Gastronomie, Imkerei, Speiseölhersteller, Brauerei, Bäckerei, Regionalläden, Heizungs- und Sanitärinstallateure, Umweltbildung, Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Umweltbereich sowie die Hausbrenner- und die Hausmacher-Kooperation. Eine Anfrage habe er auch aus der IT-Branche, sagte Neumann. Für jeden neuen Produktions- oder Dienstleistungszweig werden spezielle Richtlinien erarbeitet, die für das jeweilige Qualitätssiegel erfüllt werden müssen und jährlich überprüft werden.
lu ru
Rotierendes Werbebanner
BRAUEREIFEST 2010
28.-29. August 2010 Tag der Vereine
Naur und Umwelt
 ... Schauplätze der Versöhnung
KNIRPELPARTY 2010
 ..Nudeln und Bier, Sport und Genuss
Rhöner Landpremium
Ökotest 08/2009 Prädikat “sehr gut”
DACHMARKE RHÖN
 ... Regionale Qualität als große Chance
“ Bier- Zwerg “
...des Monats für Rhöner Bierspezialitäten
In neuem Glanz
...zeigen sich jetzt die Rhöner Bierspezialitäten
BESICHTIGUNG
 Rundgang durch unser Unternehmen mit anschließender Bierverkostung
GEHEIME ORTE
 ... Lagerkeller der Rhönbrauerei Dittmar