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Gerade im alltäglichen Geschäft ist es stark zu spüren: Der Markt für die mittelständischen Privatbrauereien wird immer härter. Umso wichtiger ist es, sich gerade in schwierigen Situationen untereinander auszutauschen, Anregungen zu geben und sich gegenseitig Mut zu machen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet der Mittelstandsstammtisch, der zweimal jährlich stattfindet und zu welchem erstmals die Rhönbrauerei Dittmar nach Kaltennordheim eingeladen hatte. KALTENNORDHEIM - "Es gibt sie noch, die Brauerfamilie", freute sich Rainer Pott, von der Pott`s Brauerei in Oelde, die seit 1769 im Familienbesitz ist. Von Nordrhein-Westfalen kam der Brauerei- Inhaber in die thüringische Rhön gefahren, um beim mittlerweile traditionellen Mittelstandsstammtisch dabei zu sein. Dabei gehört Rainer Pott schon zu den "alten Hasen", denn seit über 10 Jahren nimmt er an diesen Treffen teil, die einst im Raum Kassel von zunächst nur einigen wenigen Mittelständlern von Privatbrauereien ins Leben gerufen wurden.Mittlerweile findet der Austausch dieser Interessengemeinschaft über die Grenzen einzelner Bundesländer hinaus statt. So reisten die Inhaber, Geschäftsführer und Braumeister von Privatbrauereien auch aus Niedersachsen, Hessen und Thüringen in Kaltennordheim an, die sich im vertrauten Miteinander freundschaftlich im Schalander der Rhönbrauerei begrüßten. Einige Gäste waren hier schon des Öfteren zu Gast, für andere hingegen war es der erste Besuch in der Brauerei Dittmar und in der Rhön. So dass bei dem Anblick der tief verschneiten Berge und des strahlend blauen Himmels sogar ein wenig Urlaubsstimmung aufkam.In ihrer Begrüßungsansprache zeigte sich Geschäftsführerin Christel Reukauf sehr erfreut darüber, dass die Stammtischler teilweise weite Wege auf sich nahmen, um in Kaltennordheim über die aktuelle Situation auf dem Markt, über technische Details, über Ideen und vor allem über Probleme zu sprechen. Denn die bevorstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozent, die geplante Biersteuererhöhung und die Fassbepfandung sind nur einige Themen, welche den Anwesenden momentan auf den Nägeln brennen. Doch zunächst stand die Besichtigung der Rhönbrauerei auf dem Programm, bevor der Geschäftsführer mittelständischer Privatbrauereien, Roland Demleitner, über diese Problematiken und über die neusten Entwicklungen als Gastredner Auskunft gab und somit für anregende Diskussionen im Anschluss sorgte. Genau dieser Austausch ist gewollt und gewünscht. Ein Austausch unter Gleichgesinnten, die sich untereinander stärken wollen und vor allem ein gemeinsames Ziel haben: ihre mittelständischen Privatbrauereien auf dem Markt zu halten und stark zu machen für die Zukunft. Doch dieses Vorhaben wird nicht leichter, das Bestehen auf dem Markt immer schwerer. Das weiß auch Dr. Susan Schubert, Inhaberin der Privatbrauerei Michelsbräu in Babenhausen. Seit 1925 betreibt ihre Familie die kleine Brauerei und Mälzerei in Hessen. In der zehnten Generation arbeitet Susan Schubert bereits im Brauerhandwerk. Daher hofft sie, dass diese wunderbare Tradition nicht abbricht und auch die nächsten Generationen bereit sind, für das Fortbestehen der mittelständischen Privatbrauereien zu kämpfen.
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