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Brautradition seit 130 Jahren

Das Bierbrauen hat in der Rhön eine lange Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.     Früher war es Sitte, daß auch die Kaltennordheimer ihr Bier im Gemeindebrauhaus selbst brauen konnten. Das Brauhaus wurde erst vor wenigen Jahren abgerissen. Mit dem Verkauf des Gemeindebrauhauses im Jahre 1875 an die “Löwen” - Wirtin Margarete Marschall und an den Gastwirt und Metzger Friedrich Christian Dittmar, der “Hannse Fried” genannt, erhielten diese auch das Braurecht. Friedrich Dittmar übernahm den Betrieb 1888. Er begann mit dem Vertrieb des Bieres und machte das Rhönbier weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt. In den Jahren 1903 bis 1905 errichtete Friedrich Dittmar in der Fuldaer Straße  eine neue Brauerei, deren Fassade heute noch fast originalgetreu erhalten ist. Sohn Gustav Dittmar übernahm 1905 den Betrieb von seinem Vater. Der Erste Weltkrieg, die Inflation und die Wirtschaftskrise, der Druck großer Konzernbrauereien, der Zweite Weltkrieg und der folgende Sozialismus machten dem Betrieb zu schaffen. Dennoch gelang es immer wieder, die Krisen zu überwinden und das traditionsreiche Familienunternehmen zu erhalten. Bis 1963 wurde die Brauerei als privater und bis 1972 als halbstaatlicher Betrieb geführt. Im Jahre 1972 wurde die Rhönbrauerei in einen “Volkseigenen Betrieb” umgewandelt. Sie gehörte zum “Getränkekombinat Rennsteig”, und Friedrich Dittmar, Urenkel des Firmengründers, mußte sich mit einem Job als Technischer Leiter begnügen.  Als im Herbst 1989 die politische Wende in der Ex - DDR kam, öffneten sich für die Familie Dittmar neue Chancen. Am 1. Juni 1990 wurde die Rhönbrauerei reprivatisiert. Friedrich Dittmar nebst Ehefrau und Tochter Christel Reukauf nebst Ehemann Lutz Reukauf leiteten nun die Geschicke des Familienbetriebes in der fünften bzw. sechsten Generation. Schrittweise begann die Familie Dittmar, das ehemals “volkseigene” Unternehmen entsprechend der marktwirtschaftlichen Erfordernisse umzustrukturieren. 20Jahre “Volkseigentum hinterließen der Familie  Dittmar kein leichtes Erbe.

20 Jahre Reprivatisierung

1989
Mit  der politischen  Wende in  der  ehemaligen  DDR eröffneten sich neue Chancen.
1990
Am 1. Juni wird die Brauerei reprivatisiert. Die Rhönbrauerei Dittmar GmbH,mit den Gesellschaftern Friedrich Dittmar (5. Generation), Urenkel des Firmengründers, und dessen Tochter Christel Reukauf (6. Generation), stellt sich den neuen Anforderungen der Marktwirtschaft. Mit der Umstellung der Heizung von Kohle auf Öl, der Installation einer Wasseraufbereitungsanlage sowie der Umstellung von Alu-Fässern auf modernste KEG- Technologie bei ummantelten Edelstahlfässern beginnt der technologische Umbau und die technische Erneuerung der Rhönbrauerei.
1991
Umstellung des Flaschengebindes auf Modulkästen  mit 0,5 Liter NRW-Flaschen. Anschaffung von Palletierer, Kastenwascher und Flascheninspektor.
1992
Ablösung offener Gärbottiche durch moderne zylinder- konische Edelstahltanks, und zylinderkonische Edelstahldrucktanks zur Endlagerung vor der Abfüllung.
1993
Mit „Dittmars Urtyp Dunkel“  wurde das  dunkle Bier auf dem Markt eingeführt.
1994
Ein 2- Gerätesudhaus aus Edelstahl wird als Herzstück der Brauerei komplett neu installiert. Einbau eines neuen Flaschenfüllers und einer Etikettiermaschine.
Anschaffung einer größeren Fassfüllanlage. Bau eines Stapeltanks für Abwasser.
1996
Markteinführung „Rhöner- Bierspezialitäten“ in Verbindung mit dem Logo der „Wasserkuppe“ als höchster Berg der Rhön.
1997
Mit Durchführung einer Marktforschung entsteht eine neue Biersorte, das
Rhöner Landpremium“.
1998
Den  Trends Rechnung  trägt der  Kauf einer neuen Etikettiermaschine  mit  Stanioliereinrichtung,  um  das Premiumsegment auch optisch hervorzuheben.
Einführung  des  Biermischgetränkes  „Rhöner Radler“.
1999
Der Kauf eines Leerflascheninspektors mit PC-Protokollierung zur Dokumentation ist bereits der erste Schritt zur Zertifizierung und bringt mehr Sicherheit für den Kunden und die Brauerei. Abriss des alten Schornsteins und Ersatz durch eine neue Edelstahlesse.
2000
Ein neuer Lagerkeller mit 8 zylinderkonischen Lagertanks aus Edelstahl und eine damit verbundene automatisierte Reinigungsanlage wird gebaut.
2001
Einführung des dunklen Radlers „Keltenmixx“ in Zusammenarbeit mit dem Keltenbad in Bad Salzungen
2002
Einführung des Cola-Bieres „Cool-KiK“ und der unfiltrierten Bierspezialität „Pummpils“ in Zusammenarbeit mit dem Pummpälzweg-Verein. Einführung des Qualitäts- und Umweltmanagmentsystems mit Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001
2003
Neues Kasten- Outfit mit der Rhönlandschaft und dem Fliegerdenkmal
2004
Anschaffung einer neuen Flaschenreinigungsmaschine. Damit kann auf jegliche Trendänderung im Gebinde reagiert werden. Durch die Installation von 3 zusätzlichen zylinderkonischen Lagertanks kann künftig flexibler auf Sortenvielfalt eingegangen werden. Einführung „Knirpelfamilie“ (0,33l  Gebinde).
2006
Inbetriebnahme einer Stickstoffgewinnungsanlage sowie Einbau eines Economizers zur höchstmöglichen Wärmenutzung der Verbrennungsabgase. Erstmals „Rhöner Doppelbock“ - Anstich.
2007
Kennzeichnung der Fässer mit lesbaren  Transpondern und entsprechender  Software zur Chargenrückverfolgbarkeit. Einführung produktdurchgängiger Staniolierung für  0,5l  Flaschen  (Landpremium  rot,  Urtyp  schwarz, Pils  grün, Spezial-Edelexport  blau )
2009
Zertifizierung nach IFS Version 5.
Das Rhöner Landpremium bekommt das Ökotest-Urteil „sehr gut“ !  Fortführung  der  Familientradition mit  dem Einstieg von Julian Reukauf (7.Generation)
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28.-29. August 2010 Tag der Vereine
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 ... Lagerkeller der Rhönbrauerei Dittmar