Zum Brauereifest in Kaltennordheim präsentierten sich am Wochenende zahlreiche Kirmesvereine aus der Region. Rund 2500 Besucher kamen zum Fest.
Kaltennordheim - Mit wehenden Fahnen, wunderbaren Trachten und zünftiger Blasmusik zogen am Sonntagnachmittag fast 20 Kirmes- und Trachtenvereine durch die Straßen von Kaltennordheim. Ihr Ziel: die Festhalle der Rhönbrauerei Dittmar. Dort wurde das 12. Brauereifest gefeiert, bereits am Abend zuvor mit Live-Musik der Gruppe "Cross". Wie in jedem Jahr gehört der Sonntagnachmittag den Vereinen aus der nahen und fernen Region. Während in der Vergangenheit sich zahlreiche Chöre, Feuerwehren, Sportvereine, Schützenvereine, Heimat- und Trachtenvereine sowie Karnevalsvereine ein Stelldichein gaben, waren diesmal die Kirmesvereine an der Reihe. Mit Liedern, Sprüchen, Schlachtrufen, Tänzen, Trachten und ihren Fahnen präsentierten sie sich vor dem Publikum. Getreu dem Motto: "Kirmes, Kirmes feiern wir heute!" war es für die Vereine sicherlich eine willkommene Aufwärmphase für die bevorstehende Kirmes im eigenen Ort. "Eine super Idee", findet Frank Pichel die Einladung der Rhönbrauerei. Als Alterspräsident der Kirmesgesellschaft Oberkatz sei er "sehr gern" nach Kaltennordheim gekommen, zusammen mit 18 weiteren Kirmesanhängern von Oberkatz. Den Nachmittag in der Festhalle haben sie gleich mit dem eigenen Sommerfest verbunden - zusammen sitzend, feiernd und die eigene Saal-Kirmes besprechend. Diese findet vom 21. bis 23. Oktober statt, mit 20 Kirmespärchen und der "Annemarie Polka". Dieser Tanz gehört zur festen Kirmes-Tradition und wird mittlerweile mit 30 Paaren getanzt. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen die Besucher des Brauereifestes zu sehen. Extra angereist kam der Musikverein Steinau aus dem Frankfurter Raum. Über einen Kunden vor Ort sei der Kontakt zu den Musikern entstanden. Für Christel Reukauf einen große Freude, dass sie spontan ihren Auftritt zum Brauereifest zusagten. Professionell gespielt, unterhielt der Musikverein die Gäste. Ebenso die "Kaltennordheimer Spatzen" und das Duo "Rhönfeuer" mit Claus Kessler und Ronald Müller. Als Musiker und Moderator bekannt, holte sich Ronald Müller die Kirmesgesellschaften auf die Tanzfläche, im Gespräch über ihre Bräuche war es eine gute Möglichkeit, auf sich und die eigene Kirmesfeier aufmerksam zu machen. So findet die Kirmesgesellschaft Gerthausen: "Es kann nur eine Gute geben". Während die Neidhartshäuser der Meinung sind: "Auch ,blaue' Frösche braucht die Natur". Als "goldene Reiter" präsentierte sich die Kirmesgesellschaft aus Empfertshausen. Und "3,6,9 Dö" feiern die Kirmespärchen in Kaltennordheim. Brauereichefin Christel Reukauf jedenfalls ist begeistert. Bei vollem Haus mit geschätzten 2500 Besuchern sei auch das 12. Brauereifest ein "voller Erfolg" gewesen. Katja Schramm.