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Als die Familie Dittmar ihren Betrieb nach fast 20 Jahren “Volkseigentum” wieder übernahm, trat sie kein leichtes Erbe an. Eine Vielzahl an kostenaufwendigen Modernisierungen machte sich erforderlich, die nach und nach in Angriff genommen werden mussten. Der erste Schritt war die Umstellung des Heizhauses auf Öl. Neue Fässer und Flaschen mit entsprechenden Modulkästen wurden eingeführt und die dafür nötigen Abfüllanlagen installiert. Auch eine Brauwasseraufbereitungsanlage wurde gebaut, Filtration und Etikettierung richtete man ein. Auch einen neuen Drucktankkeller sowie einen Gärkeller erhielt die Kaltennordheimer Brauerei. Ein neues Sudhaus und eine Abwasserklärstufe vollendeten die Rekonstruktionen im Produktions bereich. Im März 1995 konnte das Zweigerätesudhaus in Edelstahlausführung den Probebetrieb aufnehmen. Die Anlage ist zunächst teilautomatisiert und für einen späteren computergesteuerten Betrieb ausgelegt. Ebenfalls im vergangenen Frühjahr konnte die Brauerei eine neue KEG-Faßfüllanlage in Betrieb nehmen. Nach der Wende hatte man von Alu-Fässern schrittweise auf kunststoffummantelte Edelstahlfässer umgestellt. Zunächst übernahm die kleine Abfüllanlage die Beschickung der KEG-Fässer. Die Maximalleistung von 25 Fässern pro Stunde reichte bald nicht mehr aus, so daß sich die Familie Dittmar entschloss, eine neue, vollautomatische Anlage in nur vierwöchiger Bauzeit zu installieren. Umfangreiche Investitionen tätigte das Unternehmen in den letzten fünf Jahren für die Modernisierung. Mehrere Angebote zum Kauf ihres Betriebes erhielt die Familie Dittmar bereits - alle wurden abgelehnt, da man die Familientradition unbedingt erhalten wollte. Die Wasserkuppe, der höchste Berg der Rhön, ist beispielsweise im Firmenlogo enthalten. Friedrich Dittmar´s Großvater belieferte diese Region. Im April 1993 ging ein Traum der Dittmar's in Erfüllung : Die Familie Dittmar pachtete das Gasthaus auf jenem Wahrzeichenberg der Rhön. Das Firmenlogo gibt es übrigens seit 1934. “Glücklicherweise konnte es nach der Wende wieder als eingetragenes Warenzeichen geschützt werden”, freut sich Friedrich Dittmar. So schmückt es heute wieder die Bierflaschen. Das Rhönbier gilt vielerorts als ein Markenzeichen der Region. Die Investitionen der letzten Jahre machen sich bereits bezahlt, davon zeugt nicht zuletzt der gute Absatz der Rhönbiersorten Pils, Spezial, Bock, sowie Urtyp. 1994 beteiligte sich die Rhönbrauerei mit “Dittmars Urtyp Dunkel” erstmals an der Bierprüfung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Als Beurteilungskriterien stützt sich dieser Test auf eine eingehende Laboranalyse sowie eine kritische sensorische Bewertung: Erscheinungsbild, Geschmack und Geruch der Biere bewertet eine kritische Fachjury. Der Rhönbrauerei wurde für das Urtyp der Silberne DLG - Preis zuerkannt - ein Erfolg auf den die Brauer sowie die Familie Dittmar stolz sind..
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